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wahr und unwahr...
wahr ist, dass die npd-abgeordneten im landtag von mecklenburg-vorpommern am ewiggestrigen 30. januar die bitte der spd-landtagspräsidentin an die abgeordneten ignorierten, sich zu einer gedenkminute für alle (!) opfer des nationalsozialismus zu erheben, worauf die sitzung unterbrochen wurde und sich die fraktionsvorsitzenden der übrigen fraktionen zu einer beratung trafen.
unwahr ist, dass die landtagspräsidentin und die fraktionsvorsitzenden und abgeordneten der übrigen fraktionen sich, hätten die npd-abgeordneten sich gemeinsam mit ihnen zu einer gedenkminute für alle opfer des nationalsozialismus erhoben, sofort wieder hingesetzt hätten.
wahr und unwahr...
wahr ist, dass der mitteldeutsche rundfunk (mdr) gestern abend unter dem titel "dein schönstes geschenk" ein porträt des schlagersängers gerhard höllerich aka roy black zu dessen 65. geburtstag ausgestrahlt hat, in dem home-shopping erfahrene endsechziger polyesterträgerinnen sich in einem ostdeutschen fernsehstudio völlig verausgabten.unwahr ist, dass ein sprecher des mdr nach der ausstrahlung der sendung eben diese als "fehler" bezeichnet hat, denn "wissen sie, der ist ja überhaupt nicht 65 jahre alt geworden, der ist ja schon lange tot. die haben uns reingelegt!" man sei 1991, dem todesjahr roy blacks, nun mal auf der suche nach "diesen ominösen seilschaften" gewesen, von denen damals jeder gesprochen habe. "da haben wir wohl etwas versäumt", so der mdr-sprecher.
wahr und unwahr...
wahr ist, dass bundespräsident horst "hotte" köhler in seiner weihnachtsansprache im hinblick auf die von ihm beobachtete stimmungsveränderung und auf bürgerschaftliches engagement in deutschland folgendes ausführte:
"Auch in diesem Jahr habe ich mich wieder recht viel in unserem Land umgeschaut...Ich denke an den Kirchenmusiker in Sachsen, der Kindern bei den Hausaufgaben hilft. Ich denke an die pensionierte Lehrerin in Hamburg, die weiß, wie wichtig im Leben gute Manieren sind und sie Schülerinnen und Schülern beibringt, ganz gleich wo sie herkommen. Ich denke an den Manager, der nach dem Ende seiner Berufslaufbahn jungen Leuten hilft, ihr eigenes Unternehmen zu gründen, und an den Handwerksmeister, der als Ruheständler nach Afrika fährt, um dort Lehrlinge auszubilden."
unwahr ist die information, der bundespräsident plane, in seinen weihnachtsansprachen 2008 bis 2019 verstärkt auf die lebensumstände einzelner menschen in deutschland einzugehen. "das war in diesem jahr doch nur ein testlauf für das neue schicke gesetz zur vorratsdatenspeicherung und telekommunikationsüberwachung", so eine bisher noch anonyme sprecherin des bundespräsidenten. dieser habe vor seiner unterschrift zur ausfertigung des gesetzes doch nur mal ausprobieren wollen, "was da so geht. und da geht viel! und der kirchenmusiker, die lehrerin, der manager und der ruheständler haben sich ja schließlich nicht beschwert. oder etwas gemerkt. oder so..."
managergehälter...

wahr ist, dass sich politik und medien aktuell darin überschlagen, managergehälter beschränken zu wollen. so hat horst "hotte" köhler laut spon erklärt, "die immensen Einkommensunterschiede zwischen Managern und Normalverdienern gefährdeten den sozialen Frieden im Land", während andere neidkoryphäen davon sprechen, dass das "gier-virus" die "wirtschaftselite" "infiziert" habe. entzündet hatte sich die debatte an der frage, ob managergehälter bis zu 60 millionen euro im jahr ethisch-moralisch vertretbar seien.
unwahr ist, dass die von der spd zu diesem thema eingerichtete arbeitsgruppe "Angemessenheit und Transparenz von Manager-Vergütungen" vorgeschlagen hat, die managereinkommensgrenze, ab der der deutsche werktätige sich verarscht und den sozialen frieden gefährdet fühle, auf 50, 40, 30, 20, 10, 1, 0,5 "oder irgendwas dazwischen" millionen euro zu begrenzen, denn "da hat sich früher doch auch keiner beschwert".
nonpd...
wahr ist, dass die durchaus unterstützenswerte, gleichwohl aber mindestens 40 jahre zu spät kommende aktion "nonpd" bis heute über 175.000 unterschriften für das sofortige verbot der npd gesammelt hat.unwahr ist, dass die aktion in zahlreichen und ausschließlich ostdeutschen städten aus sicherheitsgründen vorzeitig abgebrochen worden musste, so auch in frankfurt/oder. dort hatten zehntausende einwohner tagelang bei schneeregen und temperaturen nahe dem nullpunkt außerhalb der stadt kampiert, da sie das lokale motto der aktion ("nazis raus aus frankfurt (oder)") allzu wörtlich genommen hatten...
wahr und unwahr...
unwahr ist, dass die bundesrepublik seit dem morgen von zahlreichen detonationen erschüttert wird, da einige gemeindemitglieder den ebenfalls angebotenen programmpunkt "folklore" missverstanden haben.
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